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Wolfgangs Bastelkeller

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Zuschnitt

oder: wie 'vergewaltige' ich Material und Maschine !

 

Allgemeine Anmerkung:

 

Beim Zuschnitt von Holz und Plattenwerkstoffen sind einige Sachen, insbesondere was die Arbeits- und persönliche Sicherheit betrifft, zu beachten.

Hier wird zunächst nur auf die für den LS-Boxenbauer relevante Art eingegangen, wobei man dieses auch auf den 'normalen Zuschnitt durchaus übertragen kann.

 

 Zuschnitt von Gehrungen/Schmiegen   (was sind eigentlich....??)

An fertigen Zuschnitten (z.B. aus dem Baumarkt) können Gehrungen/Schmiegen an der Tisch-Kreissäge (oder Handkreissäge mit Tisch) ohne Probleme erstellt werden, wenn man die entsprechenden Hilfskonstruktionen kennt und erstellt. Diese besteht lediglich aus einem geraden Streifen Spanplatte als Hilfsanschlag, der etwas länger und breiter als der Anschlag sein sollte, zwei Löchern, die man am vorderen und am hinteren Ende durch das Anschlaglineal bohrt, und zwei Schrauben, um den Streifen durch das Anschlaglineal zu befestigen.

Es ist aber unbedingt darauf zu achten, das keine Schraube im Bereich des Sägeblattes sitzt.

Das führt später unweigerlich zu Funkenflug und Beschädigung des Sägeblattes !

Eine grundsätzlich unbedingte Vorausetzung für sauberes und präzises Arbeiten ist scharfes Werkzeug, im Besonderen ist hier ist ein scharfes Kreissägeblatt gemeint.

Werden derartige Grundsätze ausser Acht gelassen, darf man sich über Rauchzeichen beim Sägen und 'hackelige' Schnitte nicht wundern !

Der Streifen wird nun an den eigentlichen Anschlag geschraubt. Dabei ist es vorteilhaft, wenn man den Streifen ein wenig 'über dem Tisch schweben' lässt, das heisst, man legt sich vorne und hinten ein Stück 4-6 mm Sperrholz unter und schraubt den Anschlag an.

Nach dem Anschrauben entfernt man die Unterlagen wieder. So entsteht eine Fuge, durch die sich die beim Sägen entstehenden Späne wegdrücken können !

 Einstellen der Maschine
Das Sägeblatt wird auf den benötigten Winkel geschwenkt. Hierbei ist es zweckmäßig, 'einen kleinen Schlag' (Zugabe < 0,5°) schräger als den theoretischen Wert einzustellen. Die weniger festen Mittellagen der Spanplatten haben nämlich die Eigenschaft, nach dem Schnitt Späne aus der Mittellage 'heraus zu drücken'. Das ist nicht allzuviel und kaum erkennbar, kann aber dazu führen, das die Leimfuge aussen nicht dicht wird. Durch das sog. Hinterschneiden wird dies umgangen.

Anhand eines Musterstückes des zu bearbeitenden Materials wird nun das Sägeblatt auf Höhe gebracht. Wie man auf dem Bild sieht, wird es so hoch gestellt, das es mit der niedrigeren Sägezahnseite ca. 1 mm über der Materialoberfläche steht


Was nun geschieht, muss unter äusserster Vorsicht ausgeführt werden, es entspricht nicht alles den Vorschriften der Holz-BG !

Die Säge wird eingeschaltet, der Anschlag in seiner Führung vorsichtig soweit an das Sägeblatt herangeführt, bis es in die Spanplatte einsägt. Der Anschlag wird solange weiter geführt, bis man etwas näher als Materialstärke herangekommen ist.

Nun wird die Säge wieder ausgeschaltet und eine erste Grobeinstellung vorgenommen, indem man den Anschlag so einstellt, dass das Sägeblatt oben im Hilfsanschlag gerade die Oberkante des Material erreicht.

Für den Anfang sollte man den Schnitt erst ein wenig tiefer einstellen, das heisst, das man den Anschlag ca. 1mm enger stellt.


Dem zu bearbeitenden Material entnimmt man ein Probestück und führt einen ersten Probeschnitt. Das Teil wird entlang des Anschlages in die Säge eingeführt (etwa bis hinter Mitte Sägeblatt), dann wieder zurück gezogen und kontrolliert. Läuft der Sägeschnitt schon oben 'auf Null' aus (das heisst, es ergibt sich eine scharfe Kante) hat man Glück oder schon einige Proben gehabt. Steht noch ein stumpfer Rest der Kante, stellt man den Anschlag solange weiter weg, bis der Schnitt genau in die Kante läuft (vergl. Foto).

Schneidet man dagegen schon in die Fläche, wird der Anschlag enger gestellt bis es passt.

Das Schneiden der Gehrungen/Schmiegen

Es ist unbedingt darauf zu achten, das die Teile, die auf Gehrung/Schmiege zusammengefügt werden, auf jeden Fall auch die Aussenmaße haben müssen. Etwaig vorhandene Zuschnittlisten sind darauf hin zwingend zu überprüfen.

Stimmt die Einstellung, kann man hiermit alle Werkstücke gleicher Stärke auf Gehrung/Schmiege schneiden, für andere Materialstärken oder Winkel muss man entsprechend neu einstellen. Die Stücke werden mit möglichst gleich leichtem Druck auf den Tisch gleichmässig am Anschlag vorbeigeführt. Sehr schmale oder lange Stücke sollte man beim Kopfschnitt mittels Schlitten vorbeiführen, da die Gefahr des Verwackeln dadurch minimiert wird.
!

Vorsicht :

Die anfallenden Abschnitte, die sich zwischen Anschlag, Sägeblatt und Tisch befinden, haben oft die Eigenschaft, durch den 'Vortrieb' des Sägeblattes in Richtung zum Bediener herausgeschossen zu kommen !!

Also bitte peinlich genau darauf achten, das niemand beim Zuschneiden in der 'Schußbahn' steht. Es kann zu ernsthaften Verletzungen führen !!!

Nach jedem Schnitt muß der Rest der Sicherheit zuliebe vom Sägetisch entfernt werden.

!! SCHIEBESTOCK BENUTZEN !! Der Stock ist ersetzbar, Deine Finger nicht !

 
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