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Flachdübelfräse

Umgang mit dem 'Lamello'

Eine der besten Erfindungen in der Holzbearbeitung der letzten 5 Decaden ist und bleibt für mich die Flachdübelfräse. Erfunden hat diese Maschine 1955 der Schweizer Schreinermeister Hermann Steiner. Die Firma "Lamello" ebenfalls aus der Schweiz, die dieser Maschine und den Verbindungsplättchen auch den eigentlichen Namen gab, stellt diese sehr hochwertigen Maschinen und viele weitere innovative Verbindungstechniken her. In der Fachliteratur wird aber meistens von Flachdübel oder Formfeder gesprochen, wenn man einen Lamello meint.

Da das effektive Arbeiten mit dem Flachdübelfräser dem 'gemeinen' Wastel nicht so geläufig ist, habe ich hier in Schrift und Bild eine kleine Erläuterung und Anleitung zusammengestellt.

Nach diesen Vorgaben sollte es möglich sein, relativ schnell und genau die Fräsungen für die sogenannten Flachdübel anzulegen. Da es auch unterschiedliche Ausführungen der Fräser gibt, muss der Eine oder Andere ein klein wenig 'umdenken'.

In meinem Beispiel kommt eine Fräse zum Einsatz, bei der man durch eintauchendes Abkippen den Fräser ins Holz führt. Bei Anderen muss man die Maschine in Richtung der Achse führen.
Die Positionsmarkierungen für die Einbauteile (Böden o.ä.) werden angerissen. Der Boden wird mit der Kante an den Riss gelegt (und festgespannt), mit der er auch später in seiner endgültigen Position anliegt. Er dient hier gleichzeitig als Anschlag für die Seitenfräsung.

Auf dem Boden, von oben gut sichtbar, werden die Positionen der Flachdübel markiert.

Die Fräse muss nun gemäss der Materialstärke und Eintauchtiefe eingestellt werden. Bei der Tiefe ist es vorteilhaft, 1-2 mm tiefer einzustellen. Dadurch ist gewährleistet, das es beim Zusammenbau kein Problem mit überschüssigem Leim etc. gibt. Nun wird gemäß der Markierungen entlang des Boden die Fräse angesetzt und im jeweiligen Bereich eingetaucht.

Danach wird die Maschine in die flachliegende Position gebracht.
Natürlich nicht so wie hier zu sehen, das ist hier nur zwecks besserem Verständniss so dargestellt, sondern die Auflagefläche direkt an die Kante anlegen.
Anhand der Risse kann man nun genauso die Fräsungen in den Boden (oder wie immer das Teil benannt wird) einbringen. Hierdurch sind die Fräsungen in einer übereinstimmenden Position.

Da der Boden so aufliegt, wie er nachher, um 90° hochgekippt, auch montiert wird, wird auch zwangsweise der gleiche Mitten-Abstand eingehalten. Dadurch ergeben sich auch keine Probleme mit dem passgenauen Sitz wenn die Mitteneinstellung nicht präzise getroffen wurde, da die Anlage ja jedesmal an der gleichen Bezugskante stattfindet.

Zwangsmaßnahme
Sind die Fräsungen alle eingebracht, kann der Boden losgespannt, die Flachdübel in die Kopfkante mit Leim eingeschlagen werden. Wenn wie hier, die Platte kunststoffbeschichtet ist, sollte man erst die Leimfläche anschleifen, Leim angeben, natürlich auch in die Fräsungen, aber nicht zu viel.

Leim, der herausquillt, leimt nie wieder !

Nun wird der Boden in richtiger Richtung und Ausrichtung aufgesteckt, mit Zwingen winklig fixiert und festgespannt. Nach ca. einer Stunde ist die Zwingenspannung lösbar, der Leim soweit getrocknet, das man mit den Teilen weiterarbeiten kann.

Derjenige, der zum ersten Mal Flachdübel nutzt, wird sich eventuell wundern. Scheinbar ist die Nute etwas größer (dicker) als das Plättchen.

Das ist auch tatsächlich so. Bei Zuführung durch Feuchtigkeit (z.B. Leimzugabe) quillt dann der Flachdübel passend in die Nute.

Man kann also alles mit Leim zusammenstecken und gegebenenfalls noch mit leichten Schlägen auf Paßgenauigkeit korrigieren



Nach den ganzen Strapazen, die so ein Fräsvorgang mit sich bringt, kann man dann in der Winterstille (im Sommer natürlich in der Sommerfrische) einen erholsamen Spaziergang tätigen.

Wenn man dieses Bild so sieht, mag man es kaum glauben: Es ist auf einer Zechenbrache 'geschossen'.

 
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