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Wolfgangs Bastelkeller

Lautsprecher - Boxen - selber bauen ... Selbstbau leicht gemacht

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les Ketchups

die Echten mit dem Deckel !

Da sich in diversen Selbstbau-Foren die 'Klagen' über Fehlgriffe beim Furnieren der Boxen häufen, habe ich nach einer Methode gesucht, die es ermöglicht, Boxen von ansprechender Optik in furnierter Oberfläche ohne Qualitätseinbußen auch vom weniger geübten Bastler zu erstellen.

Dieses (einem B&W nachempfundenem) Modell aus fertig furnierter Spanplatten und MDF ist relativ einfach zu erstellen, da ja hier eine schon furnierte Platte verarbeitet wird.

 

Unnötiges Selberfurnieren und damit verbundene Fehler entfallen dadurch. Zusätzlich hat sie eine ansprechende Optik, so dass sie für all diejenigen, die nicht über entsprechende Möglichkeiten verfügen, eine Box zum leichtesten Nachbau ist, natürlich auch für alle anderen Selberbauer.

Das Modell besteht aus einem MDF-'Innenkorpus', der in Effekt- (oder anderem) Lack, oder auch furniert, erstellt wird, und anschliessend aufgeleimten furnierten Sicht/Aussenseiten.
Der Clou:
Der Aufnahmekegel des Hochtöners ist aus dem Deckel einer Ketchup-Flasche rekrutiert, daher auch der Name der Box !

 

Anmerk.: Die hier gezeigte Arbeitsabfolge ist nicht unbedingt chronologisch, selbstverständlich kann jeder so 'wurschteln', wie er gerne möchte und Zeit hat.

Vom Klang her kann man sagen, das sie erstaunlich tief spielt (nicht nur '"für eine Box dieser Grösse" !! sondern bis 50 Hz voller Pegel, ca. 84 db) und eine unglaubliche Räumlichkeit und Transparenz besitzt. Aus fünf (oder mehr) gleichen Boxen kann durchaus ein System für normale Wohnzimmer 'Heimkino' Anwendungen konzipiert werden. Der entsprechende Center sollte jedoch unter Beibehaltung des Nettovolumen und der oberen "HT-Schräge" in eine 'Querlieger' Form gebracht werden.

Die Boxen können aufgrund der Tatsache, das das BR Rohr nach vorne strahlt, sowohl an die Wand gehangen, als auch mittels Ständern aufgestellt werden. Ich habe sie ursprünglich als Back-Surrounds 'erdacht', selbstverständlich sind sie auch als Regalboxen einsetzbar, wobei die Basswiedergabe, wie auch bei der Verwendung als Wandhänger, naturgemäss noch 'zulegt'.

Kombinationsmöglichkeiten


In der Zeichnung ist die Ausnehmung für den HT Kegel nicht bemaßt sondern nur angedeutet, damit der Kegel individuell gestaltet werden kann. Die benötigten 'technischen' Bauteile sind in der Zeichnung mit aufgeführt.

(!!Achtung!! Von meiner Seite aus keine Werbung!!, nur sachdienl. Information)

Wie schon oben angedeutet, wird der Kegel für den Hochtöner aus der Kappe einer Ketchup-Flasche, Marke KRAFT Gewürz Ketchup -Tomate 'rekrutiert'.

Ketchup-Flasche; Kappe mit
Gewindestange und Hochtöner
Die Kappe wird gesäubert, im hinteren Ende ein Durchgang mit einem 4 mm Bohrer gebohrt. Entgegen der Abbildung wird das Kabel nicht direkt hinter dem Hochtöner aus dem Kegel geführt, sondern erst hinten, kurz unter der Gewindestange, und mit durch die Bohrung für die Gewindestange ins Innere geführt.
Die Zuschnitte zurechtlegen, kontrollieren, anzeichnen, dann erfolgt der Zuschnitt. Eine Lade erleichtert das schneiden der Schrägen. Hierdurch wird die Gleichmäßigkeit gewährleistet. Die abfallenden Keile aufbewahren.
Zum anleimen der Kanten legt man je zwei Seiten gegeneinander, das erspart Zwingen.  Der gleichmäßige Druck auf die Abschrägung wird durch die eingelegten Keile ereicht.  Wenn die Kanten beigearbeitet sind, werden diese geschliffen und grundiert. Zwischenzeitlich wird das Gehäuse verleimt.

(siehe auch unter Heimwerken)


Auf der Rückseite des SC 4ND befindet sich ein M4 Gewinde. Hier wird eine Ø M4 Gewindestange benötigt. Der SC 4 ND wird aufgeschraubt, der Kegel aufgeschoben und das Kabel durchgeführt.

 

Sind alle Öffnungen gefräst, wird die Gewindestange auf Länge geschnitten. Sie wird von vorne nach hinten durch die gesamte Box geführt und mittels Unterlegscheibe und Hutmutter auf der Rückwand festgespannt.
Der Bereich, in dem der Hochtöner später platziert wird, muss entsprechend der Kegelform ausgearbeitet werden. Den Kegel für den Hochtöner kann man mit ein wenig Geschick auch selber fertigen. Man leimt 3 Lagen 19 mm MDF aufeinander und bearbeitet es entsprechend in der Dreh-/Drechselbank

 

Da hier gegebenenfalls unterschiedliche Kegelformen zur Anwendung kommen, ist diese Vertiefung (Mulde) in der Zeichnung nicht bemaßt.
  • Der Kegel wird mit NC Verdünnung (o.ä.) gereingt, mit Haftgrund grundiert und nach Trocknung zweimal mit schwarzem Lack (oder nach Belieben) passend zum Hochtöner lackiert.
  • Die jeweiligen Gehäuse-Kanten sollten verrundet, die sich direkt unter dem Hochtöner befindliche Kante stark verrundet werden.
  • Das Innengehäuse kann wie hier, oder nach eigenem Belieben, lackiert werden
  • Anschließend werden die fertig lackierten Aussenseiten auf das 'Innengehäuse' aufgeleimt. dabei muss die innere Versteifung mit eingeleimt werden

Wichtig beim Verleimen:

Darauf achten, das Deckel, Schräge und Front der Zarge um ca. 4-5 mm gegenüber den furnierten Seiten vorspringen. Der Versuch, die Seiten genau kantenbündig anzuleimen misslingt meistens, bzw. ist äusserst schwierig. Daher ist es durchaus sinnvoll (und einfacher), die Kanten um die Verrundung gegenüber den Seitenkanten vorspringen zu lassen.

 


So gut schaut's aus, wenn es fertig ist ... und klingt noch besser.
Die Frequenzweiche wird links oder rechts neben dem BR Rohr unter die Verstrebung gelegt. Jede Box wird mit je 2 Matten (300X600mm) gestopft.
Die erste Matte wird gerollt und längs oben unter die M4 Stange gesteckt und locker wieder ausgerollt. Die zweite Matte wird quer gerollt und durch das Loch des TMT direkt von vorne nach hinten hineingestopft und hinter der Öffnung wieder aufgefächert, so dass der LS mit Rolle aus Wolle hinterstopft ist, während der untere Raum um das BR Rohr frei bleibt.

!!! WICHTIG !!!

Das Bassreflexrohr wird mit voller Länge genutzt und muss mit einem 4mm Bohrer auf halber Länge rundum in etwa gleichem Abstand 8 mal durchbohrt werden. Wird dieses nicht gemacht, passt die Abstimmung nicht.

Vielen Dank an den Visaton- Forumianer Tomtom

mit dessen Genehmigung ich seine Erläuterungen zum Thema 'BR-Rohr anbohren' zum besseren Verständniss hier veröffentliche.

Hallo, alter Trick, aber dennoch wirksam:
Es dient dazu, die Rohrresonanz zu entschärfen.

Und so funktioniert's:

  • Man berechnet die BR-Box ganz normal.
  • Jetzt wird fb mit 0,707 multipliziert.
  • Anhand der neuen fb bei gleichbleibendem Vb (!) berechnet man die Rohrlänge nun neu.
  • Das neue Rohr wird exakt auf halber Länge rundum mit einem kleinen Bohrer durchlöchert, 8-12 Bohrungen je nach Durchmesser entlang des Umfanges reichen aus.

Wer hat's ausgedacht und getestet?

elrad im Jahre 1986

Was steckt dahinter?

  • Geht eine beidseitig offene Röhre in Resonanz, dann befindet sich an jedem der Enden jeweils ein Schallschnellemaximum und in der Mitte ein Schalldruckmaximum. Wird nun genau in der Mitte der Druckaufbau unterbunden, dann können die einzelnen Maxima logischerweise nicht mehr entstehen. Ergo kann auch die unerwünschte Resonanz nun nicht mehr auftreten. Genau das wird mit dem Aufbohren des Tunnels bewirkt.

Funktioniert das auch?

  • Ja.
    Sie hatten es seinerzeit mit dem Bauvorschlag der Vifa 'Korrekt' gemacht, den ich aufgebaut habe, und darin hat es funktioniert.

Nachteile?

  • Nun, das Rohr wird erheblich viel länger, was angesichts der heute üblichen Bauvorschläge zumeist kaum noch realisierbar ist. Außerdem entsteht eine neue Resonanz aufgrund der nunmehr halben Rohrlänge, die aber schwächer ausgeprägt ist.

mfg Tomtom

 
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