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Wolfgangs Bastelkeller

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Abdeckrahmen

für Lautsprecherboxen

Wem die Ansicht purer Lautsprecher Chassis nicht behagt, der kann sich selber auf einfache Art und Weise einen Vorsatzrahmen schaffen.

 

Dazu benötigt man:

  • Lautsprecher-Bespannstoff,
  • Sperrholz oder Spanplatte in der Stärke von 16mm,
  • schwarze Farbe,
  • einen Handtacker (Klammergerät),
  • eine Schere,
  • sowie eine Oberfräse. Eine Stich-/Kreissäge könnte bei normalen Rahmen viereckiger Art aber auch ausreichen.

Sperrholz ist hier die bessere Wahl, da die Tackerklammern in das Sperrholz wesentlich einfacher eindringen als in Spanplatte. Das hier demonstrierte Beispiel ist ein Kreisring, der mit Oberfräse und Fräszirkel erstellt wird. Ich habe hier den GF 200 von Visaton zugrunde gelegt, da ich damit meinen DesigSub 'verschönert'habe.

Der Innenradius entspricht dem Außenumfang des GF 200 (222mm), der Ring ist 40 mm breit. Diese Breite ist notwendig, da ja die Rahmendübel, mit denen der Rahmen vor das Chassis gesteckt wird, Platz und Material benötigen. Das gleiche gilt auch für die Materialstärke. Diese Beschreibung ist aber genauso auf viereckige Rahmen anwendbar, nur das man hierbei halt die andere Geometrie beachten muss. Es wird eine Platte mit den entsprechenden Abmessungen genommen, die Löcher für die Chassis grosszügig ausgeschnitten, und ansonsten entsprechend der folgenden Beschreibung verfahren.
Helfende 'Hände'
Nachdem nun der Ring nach bekannter Methode mittels Fräszirkel ausgefräst ist, wird es mit einem Fasenfräser aussenherum mit einer 45° Fase versehen. Diese ist so stark wie möglich (oder nach eigenem Geschmack) anzulegen. Die Kanten sowohl aussen als auch innen sind mit Schleifpapier grosszügig zu brechen, sonst bilden sich die scharfen Kanten später durch den Stoff ab.

Nun werden in den Kreuzkoordinaten die Bohrungen für den Rahmendübelzapfen durchgebohrt. Von hinten sollte noch eine ca. 15mm grosse Versenkbohrung an jedem Bohrloch angebracht werden, da die Zapfen einen Kragen haben, der sonst den Rahmen zu weit von der Schallwand abstehen lassen würde.

Anschliessend wird der Ring schwarz lackiert. Einmaliges Lackieren genügt, Hauptsache eine schwarze Einfärbung ist vorhanden, damit nicht das helle Holz durch den Bespannstoff schimmert.

Ist der Lack getrocknet, klemmt man den Ring mittig um die LS Öffnung herum und bohrt mit einem passenden Bohrer (für die Rahmendübelbuchsen) durch den Rahmen in die Schallwand. Da es nicht auszuschliessen ist, das die Bohrabstände differieren, sollte man sich die 'Oben' Position des Rahmen von hinten markieren. Ansonsten kann es nämlich passieren, das beim Aufstecken die Zapfen abbrechen.

Wegen der Optik bei abgenommenem Rahmen sollten die Bohrungen natürlich symetrisch ausgerichtet sein, also entweder genau im senkrechten Kreuz, oder um 45° gedreht (wie im Bild, Eckpunkte eines Quadrats).
Aus dem vorhandenen Bespannstoff wird eine 'Übergröße' ausgeschnitten und mit der rechten Seite auf den Tisch gelegt. Der Rahmen wird mit seiner Sichtseite auf die linke Stoffseite aufgelegt und ausgerichtet.
Hierbei ist es ungemein wichtig, auf den Fadenverlauf des Stoffes zu achten und auszurichten, ich bevorzuge die Diagonale (45°) Richtung.

In einem ersten Schritt wird erst eine Ecke angetackert, dann der Stoff in die Gegenrichtung 'mittelstramm' angezogen und dort gegenüber auch angetackert. Tackerklammer drei und vier werden in etwa rechtem Winkel und gegenüberliegend eingetackert.

Dabei muss immer auf eine gerade Spannung des Fadenverlaufs geachtet werden. Dies ist enorm wichtig, das es sonst in der Ansicht 'wie gewollt und nicht gekonnt' aussieht.

Nun erfolgt in weiteren Schritten immer kreuzweise und gegenüberliegend mit mäßigem strammziehen des Stoffes die Befestigung mittels Tackerklammern. Im Endergebniss sollten Klammer an Klammer im gleichen Abstand zur Kante rundum sitzen. Der Stoff soll einen gleichmäßig symetrischen Fadenverlauf aufweisen.

Nun wird der überflüssige Stoff hinter der Klammerreihe mit einer Schere beigeschnitten, so dass sich etwa 4-5 mm des Stoffes als 'Saum' noch hinter den Klammern befindet.
Die Zapfendübel schlägt man nun von hinten in die Rahmenbohrungen des Ringes. Sie sollten so weit eingeschlagen werden, dass der Hals im Holz des Ringes (Versenkbohrungen!) verschwindet, aber nicht so weit, das sie nach vorne durch den Stoff drücken !!

Werden sie nicht versenkt, dienen die Halskrausen des Zapfens als Distanzhalter.
Die Halskrausen der Buchsen braucht man nicht weiter berücksichtigen, diese Differenz wird nämlich gebraucht um die Materialauftragung des Stoffes zu überbrücken.

Damit durch das Einschlagen nicht die Zapfen abbrechen, steckt man die Buchsen einfach darauf. Dadurch wird eine gewisse Sicherheit hergestellt und die Zapfen vor Abbrechen geschützt. Die Buchsen kann man nach dem Einschlagen einfach und leicht abziehen und dann in die dafür vorgesehenen Löcher der Front einschlagen.

Nun steckt man den Rahmen in der richtigen Ausrichtung (markierte 'Oben' Position hinten am Rahmen!) in die Befestigung und erfreut sich am professionellen Aussehen seiner Box !!

 
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