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Wolfgangs Bastelkeller

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Die Verleimung

wie geht's ?

 

Um diverse Holz- und Werkteile dauerhaft zusammenzufügen, gibt es viele Möglichkeiten. Sie reichen von den ganz einfachen, wie Zusammennageln oder Schrauben, über konstruktive Verbindungen bis hin zur Verleimung.

Die einfachen werden hier nicht beschrieben, weil das einerseits wohl jeder kann, andererseits das auch gerade im Zusammenhang mit dem Lautsprecherboxenbau kaum relevant sein dürfte.

Es wird sich kaum jemand (relativ) teure Chassies kaufen, um sie dann in 'vernagelten Kisten' zu präsentieren.

Beschrieben werden hier zunächst diverse Verleimtechniken, bzw. die Konstruktionen dazu, um in Hinblick auf den LS-Boxenbau einige 'ordentliche' Verbindungen hin zu bekommen.

Im Moment erhebt die Aufstellung hier keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, es wird aber nach und nach immer wieder mal etwas mehr werden.
Verleimen von Gehrungen und Schmiegen (was sind eigentlich....??)
In der Verarbeitung von Plattenmaterial ist das Zusammenfügen von Teilen zu einem Ganzen (z.B. Kastenmöbeln) immer von der vorhandenen Werkzeugauswahl und dem eigenen Können bestimmt.

Eine relativ einfache und sichere Methode ist die Verbindung auf "Gehrung" (45°) bei rechtwinkligen Ecken, bzw. auf "Schmiege" bei allen anderen Winkeln.

(siehe auch: Zuschnitt von Gehrung/Schmiegen)

Sind alle Teile zugeschnitten und vorhanden, werden die Aussenfläche zweckmäszigerweise zuerst grundiert, da auf der rohen Spanplatte/MDF das bei der Verleimung benutzte Paketklebeband unter Umständen nur unzureichend oder gar nicht hält. Auch bei Platten mit furnierter Oberfläche ist die vorherige Grundierung unumgänglich, weil zwar das Klebeband hier besser hält, aber aus den Fugen herausdringender Leim ins Furnier eindringen kann und beim späteren Abziehen des Klebebandes durch Mitabreissen von kleineren Furnierteilchen die Holzoberfläche beschädigt wird. Die Oberfläche ist zudem schon mal gegen leichte Beeinträchtigungen geschützt. Zusätzlicher, positiver, Effekt: die Kleberückstände des Paketbandes und des Leimes werden beim Zwischenschliff der Grundierung sehr leicht mit entfernt.
Δ Utensilien und Vorbereitung
Ist die Grundierung getrocknet, legt man sich folgende Utensilien zurecht:
Eine grösser Arbeitsfläche (zwei Böcke und Platte), Paketklebeband, Leim in der Leimflasche mit relativ spitzer Tülle. Paketklebeband nimmt man deshalb, weil dieses, im Gegensatz zu (z.B.) Kreppband wesentlich stabiler ist und eben auch nicht nachgibt.

Wenn es sich um grössere Teile handelt, benötigt man noch 4 kleinere Zwingen und vier Dachlatten, deren Länge von dem grössten Abwicklungsmasz abhängig ist, sowie evtl. noch eine zweite Person, die 'handgreiflich' werden kann

Δ Verleimung
Anhand eines 'Troges" wird hier demonstriert, wie man 'auf Gehrung' verleimt. Dies geht natürlich auch mit geschlossenen Boxen, bei denen man beim Zusammenklappen lediglich noch die 'offene' Fuge mit Leim bestreichen muss und mittels Klebeband fixiert. Die Teile werden in der richtigen Abwicklung (Reihenfolge, also z.B. Seite-Front-Seite-Rückwand) mit der Sichtseite nach oben auf die Arbeitsfläche nebeneinander gelegt und nach folgender Fotostory verfahren:
In Abwicklung auslegen
und mit
Klebeband quer fixieren
Beim Auslegen muss man nicht nur auf die richtige Abwicklung der Teile bzw. des Furnieres achten, sondern auch auf die präzise, bündige Übereinstimmung an den Enden. Dies ist eine unbedingte Voraussetzung dafür, das jedes Objekt nachher auch wirklich winklig und 'vom Windschiefen' ist. Dieses erreicht man am einfachsten durch das Anbringen einer queren Anschlagleiste auf der Arbeitsfläche. Hier können dann die Kopfenden der Teile unter leichtem Druck bündig gehalten werden. Auch dürfen die einzelnen Teile nicht übereinander rutschen, sondern müssen scharfkantig 'eben', also Spitze an Spitze, voreinander stossen.

kompl.Abkleben mit
Paket-Klebeband

Nach dem Auslegen werden die Teile nun erst einmal mittels 'Querklebern' fixiert und noch einmal auf präzise Positionierung geprüft, anschließend wird dann längs abgeklebt. Das Abkleben in Längsrichtung der Fugen bewirkt eine grössere Haltbarkeit und gleichzeitig ein Abdichten der Leimfugen. Dadurch soll gewährleistet werden, das kein Leim nach aussen dringt und die Fuge fest zusammen gehalten wird.Nach dem aufziehen des Klebebandes wird noch einmal kräftig (aber nicht zu kräftig, sonst klappt alles hoch!) mit dem Finger/Handballen nachgerieben, damit das Band auch wirklich an allen Stellen fest sitzt.

umgedreht mit Zwischenstücken
Sind nun alle aneinander liegenden Teile fixiert, muss das Objekt zur Leimangabe natürlich umgedreht werden. Zur Stabilisierung setzt man erst je zwei Dachlatten quer zu den Fugen mittels zweier kleiner Zwingen an. Dadurch wird ein Auseinander- klappen der Teile verhindert. Die Teile können nun ohne Probleme gedreht werden, bei grösseren Abmessungen sollte man eine zweite Person zu Hilfe nehmen.

Leimangabe
Das Objekt liegt jetzt mit der Sichtseite auf, Zwingen und Dachlatten werden wieder entfernt. Mit der Leimflasche zieht man im Grund der Fuge eine dünne, aber gleichmäszige Spur. Eine zweite, etwas stärkere Spur wird auf etwa Hälfte der Schnittkante gezogen. Nicht zu grosszügig mit dem Leim umgehen, alles was danebenfliesst, muss ja wieder entfernt werden oder fliesst sonst wo hin.

Ausserdem:

Leim, der daneben geht, leimt NIE wieder !

genaues Zwischenmaß
fixieren
Ist in allen Fugen der Leim angegeben, wird alles zusammengeklappt. Bei einer Box muss auch die 'Endkante' mit bestrichen und nach dem Zusammenklappen mittels Klebeband passgenau fixiert werden.
Von Vorteil ist es, wenn man, wie hier, Zwischenstücke mit genauen Zwischenmaß und Winkel als Hilfe einsetzt. Es ist aber wichtig, relativ schnell diese Teile wieder zu entfernen, da sie sonst mit anleimen und eines gewissen Aufwandes bedürfen, u m wieder entfernt zu werden.

Man kann den Winkel allerdings auch über das Diagonalmaß kontrollieren

Sind beide Diagonalen identisch, ist die 'Kiste' winkelig, ansonsten muss ein wenig durch Drücken, Schieben oder Schubsen korrigiert werden. Dies setzt natürlich vorraus, das alle sich gegenüberliegenden Teile maß-identisch sind. Sonst funktioniert die Winkel-Kontrolle mittels Diagonalmessung nicht !

Δ Nachbehandlung
Nun das Klebeband abziehen, die Leimreste entfernen. Kanten und Grundierung (Flächen) werden mit 180-240'er Körnung geschliffen. Es muss deutlich weisser Schleifstaub enstehen, ohne das jedoch die Grundierung durchgeschliffen wird. Sollte dieses jedoch trotzdem eimal passiere, ist es auch nit das Ende der Welt, man kann die Stellen noch einmal nachgrundieren, sollte sich aber auf jeden Fall (egal ob Endlack oder Grundierung) vergewissern, das keine Leimreste mehr vorhanden sind. Ansonsten muss an diesen Stellen noch einmal alles heruntergeschliffen werden, da die Leimrückstände unter dem Lack als milchige Schleier und Wolken sichtbar werden .

 
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